Partnerschaftskonflikte

Von Streitigkeiten, wie den Ärger über den nicht hinausgebrachten Müll, bis hin zu dem Gefühl, nicht verstanden oder wirklich geliebt zu werden: Wenn die Fronten sich erst einmal verhärtet haben, ist es schwierig, aus eigenem Antrieb diese zu durchbrechen. Dann bedarf es einer neutralen Betrachtungsweise, um an einem besseren Miteinander und Verständnis des Partners zu arbeiten.

 

Dabei ist eine gute Kommunikation ein Schlüssel zum Erfolg. Hat es sich bereits im Alltag eingeschlichen, dass über bestimmte Themen gar nicht mehr geredet wird - nach dem Motto: das bringt ja eh nichts – dann können diese Themen in einem neutralen Rahmen angeschaut werden. Eine Partnerschaft bedarf der ständigen Kommunikation, auch wenn vielleicht von einem Partner angenommen wird, dass es doch selbstverständlich sein müsste. Nur über den Weg der Kommunikation können wirkliches Verständnis und Nähe für den Partner geschaffen werden und erhalten bleiben. Auch auf Dauer.

 

Denn nichts funktioniert von ganz alleine - auch keine zwischenmenschliche Beziehung, keine Partnerschaft, keine Ehe. Spätestens, wenn die rosarote Brille der Verliebtheit einem realitätsnahen Blick gewichen ist, wird es wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass eine Partnerschaft oder Ehe nicht nur gelebt sondern auch gepflegt werden will, wenn sie Bestand haben soll und sich beide wohl fühlen wollen.

 

Geborgenheit und Glück entstehen durch die Nähe und den Austausch. Auch in schwierigen Lebensphasen ist es so möglich, zueinander zu halten und emphatisch dem Partner zu begegnen. Nicht jedem fällt es leicht, über Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche zu sprechen. Doch das ist erlernbar, wenn die Bereitschaft dafür da ist.

 

Ein weiterer Schlüssel zu einer erfolgreichen Beziehung ist die Bindungsfähigkeit/der bewusste und unbewusste Bindungswille. Unsere Bindungen in der Vergangenheit und die Erfahrungen mit Nähe prägen auch unsere heutigen Verhaltensweisen in zwischenmenschlichen Beziehungen. Welche Ängste haben sich beispielsweise entwickelt? Zeigen sich diese in unserem zwischenmenschlichen Verhalten? Wie sicher fühlt sich Nähe an? Wie viel mögen wir zulassen? Das sind Fragen, die sich auf unsere Partnerschaft oder Ehe auswirken können. Das Verständnis, weshalb wir ein bestimmtes Bedürfnis nach Nähe oder auch Distanz haben, ermöglicht es, mehr auf den anderen zuzugehen, ihn an unserem Leben wirklich teilhaben zu lassen, so die Partnerschaft zu intensivieren und auf gesunde Füße zu stellen.